Kategorie-Archiv: Zweiundvierzig

Kulturtussi.de

Kulturtussi.deDas Echolog hat eine neue, kreative Partnerin: Auf der gleichen Publishing-Plattform findet sich ab sofort auch Kulturtussi.de, wo man, der Name deutet es schon an, relevante Meldungen und Beiträge querbeet zu allem nachlesen kann, was so im Themenbereich Kunst und Kultur passiert. Ein Schwerpunkt liegt dabei, der regionalen Herkunft der Autorin verpflichtet, in der Beobachtung des reichhaltigen kulturellen Geschehens der Stadt Köln. Das Echolog gratuliert zur Weblog-Eröffnung und freut sich auf viele spannende Beiträge.
Link zum Weblog: Kulturtussi.deneues Fenster

Weltweite Kommunikation

Man kann einfach spazieren gehen … oder man kann auch gezielt auf bestimmte Dinge achten: etwa auf Wappen. Und dann stellt man fest, dass es in Köln Wappenabbildungen wie Sand am Meer gibt. Einen solchen Wappenspaziergang unternahm ich mit Anke an einem schönen Sonntag, und eines weiteren schönen Sonntags begab es sich, dass ich die schönen Slide- und Schnitteffekte von DaViDeo4 ausprobierte, einer Software, die auch schon die Gründung eines Künstlerclubsneues Fenster provoziert hat.

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Wappen von Köln im Kölner Dom

Spaziergang und Herumbastelei ergaben schließlich einen einminütigen Film, den ich hier gerne allen zur Verfügung stelle, die die knapp 10 Megabyte nicht scheuen: koelnwappen.mpg. Der Soundtrack stammt übrigens von der Band Global Communication.

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Depressive Vampire

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Es gibt ja kaum noch eine Seite im Netz ohne Google-Anzeigen – und manchmal kommt dabei richtig Freude auf, etwa wenn sich die Anzeigen so genial in den Kontext einfügen wie bei diesem DVD-Angebot. Wer „Interview mit einem Vampir“ oder auch Klaus Kinski als Nosferatu gesehen hat, weiß schließlich, dass diese Geschöpfe der Nacht nicht immer nur glücklich mit ihrem Schicksal sind. Vampirsein saugt, würden sie vermutlich sagen. Meinen Lesern wünsche ich schöne Weihnachtstage!

BILDblog feiert Geburtstag

Auf die absolute Genialität von BILDblogneues Fenster, den „Notizen über eine große deutsche Boulevardzeitung“, habe ich bereits mit einem Surftipp hingewiesen. Beziehungsweise – habe ich das wirklich? Eigentlich ist mir der Surftipp doch etwas zu sachlich geraten und drückt meine Begeisterung über dieses kritische Sekundärmedium nur unzulänglich aus.

BILDblog-Hommage von Oliver-Sven L.

Nun feiert BILDblog 1-jähriges Bestehen. Und hat als „Watchblog“ die Bildzeitung in dieser Zeit nahezu täglich begleitet, dabei große Lügen aufgedeckt, vor allem aber immer wieder auf die kleinen Ungereimtheiten, Verdrehungen, Übertreibungen hingewiesen, die bei Bild offenbar Methode haben. Die entsprechenden Richtigstellungen verfassen die BILDblog-Journalisten stets ohne Pathos und nie moralinsauer, dafür aber sehr oft mit herrlich zynischem Humor. Das Echolog gratuliert und dankt für die täglich spannende Lektüre.

 

Lara Croft und der WTH

Lara CroftDas mediale Interesse in den 90er Jahren auf Lara Croft wäre sicher nur halb so groß gewesen, wenn die Softwareschmiede Eidos ihre Protagonistin nicht mit übertriebenen weiblichen Vorzügen ausgestattet hätte: ewig lange Beine, Wespentaille und ein in der Proportion äußerst großer Busen. Allerdings, so berichtete die ehrwürdige THE TIMES, muss sich Lara in ihrem neuesten Adventure „Tomb Raider: Legend“ einem Redesign unterziehen, bei dem unter anderem die Körbchengröße von DD auf C reduziert wird. So will man sich besonders bei der weiblichen Klientel neue Zielgruppen erschließen. Auch Laras Outfit soll nicht mehr ganz so knapp ausfallen. Für die schauspielernde Zunft hat das natürlich den Vorteil, dass Frl. Croft auch ohne Kunststoffeinlagen gespielt werden kann, für die intellektuelle Croft-Rezension aber den Nachteil, dass Erkenntnisse wie die folgendeneues Fenster obsolet werden:

Lara Crofts „maskuliner“ Tatkraft und Allmacht wird durch die Übererfüllung des WTH (= waist to hip ratio) die sexuell aggressive Komponente genommen. Die großen Werbe-Plakate für Tomb ters ausgleicht. Im Ärzte-Video „Männer sind Schweine“ wird die um sich schlagende und zähnefletschende Lara mit ihrer Wehrhaftigkeit augenzwinkernd wieder eingebunden. Denn Lara soll keinen bedrohlichen Terror für Männer darstellen, sondern eine mutige, durchtrainierte, aber harmlose Traumfrau, deren Reize ungestraft betrachtet werden können.

Schließlich erinnere man sich, wie es mit einer anderen Trash-Traumfrau, nämlich Barbarella alias Jane Fonda, weiterging: Nach einer heftigen Politphase („Hanoi Jane“) brachte sie der Welt die Aerobic-Welle und ist heute als „Schwiegermonster“ im Kino zu sehen. Ist es Zufall, dass Lara-Croft-Darstellerin Angelina Jolie in ihrem neuen Film „Mr. & Mrs. Smith“ (zusammen mit Brad Pitt) ausgerechnet als Jane Smith unterwegs ist?

Slacker und Slasher

Nein, Slacker und Slasher sollte man wirklich nicht verwechseln, dennoch hatte es mich wohl verwirrt, recht zeitnah beide Begriffe zu lesen: Den „Slacker“ in Zusammenhang mit dem Konzert von Beck heute im Palladium, da sein „Loser“ („I’m a loser, baby, so why don’t you kill me?“) von 1994 alsbald als „Slacker-Hymne“ galt. Also, Fremdwörterbuch gezückt:
Sla|cker [‚æ], der; -s, – [engl. slacker, zu slack = nachlässig, schlampig; verbummelt, verw. mit lat. laxus, lax] (Jargon): Jugendlicher od. junger Erwachsener, der das Streben nach [beruflichem] Erfolg ablehnt u. die Lebenshaltung eines Müßiggängers, Versagers zur Schau trägt.
Ein Slasher wiederum ist, hier weiß Wikipedia mehr, so jemand wie Freddy Krueger. Da hätte ich dem armen Beck doch sehr Unrecht getan, hätte ich ihm „Slasher-Hymnen“ untergeschoben. Er selbst distanziert sich aber natürlich gerne von der ganzen Slacker-Rezension.

Das Leitbild

Hand aufs Herz, wer liest sich schon auf Unternehmens-Websites das Geschwallere durch, was einen unter Links wie „Leitbild“ oder „Philosophie“ erwartet. Ich nicht. Und vielleicht gerade deshalb empfand ich es als besondere Herausforderung, einmal selbst einen solch hehren Text zu produzieren. Unten stehende Auftragsarbeit für die metaspinner media GmbH hat mir sehr viel Vergnügen bereitet …
metaspinner media GmbH

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Die Hohlwelttheorie

Johannes Lang: Das neue Weltbild (1930)Eigentlich wollen wir ja alle in den Mutterbauch zurück. Und so ist es kein Wunder, dass auch heute noch eine Theorie ihre Anhänger findet, die bereits im Jahre 1870 erstmals vom Homöopathen Cyrus Reed Teed formuliert und 1930 in „Das neue Weltbild“ von Johannes Lang verfeinert wurde: Danach leben wir auf der Innenseite einer Hohlkugel, und innerhalb dieser Hohlkugel befinden sich dementsprechend auch Sonne, Mond und Sterne – das ganze Universum eben. Insofern folgt dieses Modell, wenn auch in paradoxer Verdrehung, einem geozentrischen und letztlich religiös motivierten Ansatz: Gott thront in der Mitte des Weltalls, die Erde bildet seinen Fußschemel. [Um schnell ein wenig Begriffsverwirrung zu klären: Oft werden unter „Hohlwelttheorie“ zwei unterschiedliche Theorien subsumiert, die andere besagt, dass es innerhalb der Erde eine zusätzliche Parallelwelt gibt. Im Deutschland der 30er Jahre vertrat besonders die okkultistische Vril-Gesellschaft dieses Denkmodell, die besonders unter Nazi-Anhängern großen Zulauf hatte. Von dieser Theorie soll hier aber nicht weiter die Rede sein.]

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