»Open Your Eyes« – enhanced E-Book über Street-Art

Mit Stadtführungen und Facebook-Seiten zum Thema Street-Art hat sich Sebastian Hartmann zum absoluten Experten in Sachen Straßenkunst entwickelt. „Open Your Eyes – Street-Art in Düsseldorf“ heißt sein erstes E-Book. Der 11punkt Verlag hat es mit einer bemerkenswerten Enhanced iPad Edition meisterhaft verstanden, die interaktiven und multimedialen Potenziale des Themas und des neuen Mediums auszuschöpfen. Continue reading

Die 13 Leben des Katze – Erzählungen eines Stuntman

Buchpräsentationen kennt man als beschauliche Veranstaltungen: Es wird ein wenig vorgelesen, das ein oder andere Autogramm wird geschrieben, Fragen werden beantwortet – das war’s! Ganz anders und im Wortsinne richtig explosiv ging es zu, als der erfolgreiche Stuntman Thomas K. Katzmann sein neues E-Book „Die 13 Leben des Katze – Erzählungen eines Stuntman“ vorstellte. Continue reading

Anne Frank im Land der Mangas

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Nicht nur hierzulande, sondern auch in Japan kennt jeder das Schicksal von Anne Frank, deren 1952 veröffentlichtes Tagebuch Millionen berührt hat. Französische Reporter zeigten sich aber befremdet davon, dass der Bestseller in Japan unter anderem auch als Manga (also als „niedlich“ gezeichneter Comic) erhältlich ist – eine unangemessene Verkitschung?

Die von Arte.tv nach einer Idee von Alain Lewkowicz realisierte Website erzählt in der Form eines interaktiven Comics – der auch als iPad- oder Android-Tablet-Anwendung erhältlich ist – von einer Reise nach Japan, um der japanischen Kultur und dem dortigen Umgang mit der Vergangenheit näher auf den Grund zu gehen. Dabei ist eine spannende und meisterhaft realisierte Brücke zu einer anderen Kultur entstanden, die nicht nur Comicfans in ihren Bann ziehen wird.

http://annefrank.arte.tv/de/

Fefes Blog

fefe

Längst hat „Fefes Blog“ nicht nur unter Nerds Kultstatus erreicht. Als Watchblog greift das Weblog des IT-Experten Felix von Leitner täglich Skandale und Skandälchen auf, wobei ein deutlicher Schwerpunkt auf Sicherheitslücken und Datenschutz liegt, aber auch allgemein politische und soziale Themen ihren Raum finden. Die zumeist knapp gehaltenen Meldungen basieren häufig auf zugesandten Links und Infos der Leser und erfreuen durch ihren knappen und lakonischen Stil.

Auch in Technik und Webdesign geht Fefe – mit einer selbst entwickelten Blog-Software – eigene Wege und präsentiert sich in einem praktisch auf den reinen Text reduzierten Stil. Stammbesucher können den Auftritt aber mit einer Auswahl an CSS-Styles gefälliger gestalten. Hier wirft man gerne (fast) täglich einen Blick hinein .

http://blog.fefe.de

Word Perhect

wordperhect

Fühlen Sie sich auch manchmal genervt von Ihrer Textverarbeitung, wenn diese sich mal wieder mit lästigen Assistenten und unnützen Tipps einmischt? Dann sollten Sie „Word Perhect“ eine Chance geben. Angelehnt an einen Programmklassiker ähnlichen Namens, nimmt die browserfähige Anwendung aktuelle Cloud-Anwendungen auf die Schippe.

Das Kunstprojekt von Tomoko Takahashi ist nicht nur sehr liebevoll gezeichnet, sondern verfügt auch über originelle Papiervorlagen und sensationelle Funktionen. Hin und wieder kann es allerdings auch vorkommen, dass man liebevoll belehrt wird, dass das, was man vorhat, einfach nicht geht. Kurios und bizarr!

http://wordperhect.net

Why did you buy me that?

Why did you buy me that?

Die Geste zählt, pflegt man bei Geschenken zu sagen oder zu denken, wenn sie nicht so ganz geglückt sind – gleichzeitig nimmt man sich insgeheim vor, die scheußliche Vase, den eigenartigen Briefbeschwerer oder den grellen Schal umgehend bei eBay einzustellen. Allerdings gibt es Geschenke, die so unterirdisch sind, dass man sie auch auf diese Weise nicht loswird. Dann kann man sie wenigstens bei „Why did you buy me that?“ einstellen.

Der Name der Mitmach-Plattform sagt eigentlich schon alles darüber aus, was hier zu finden ist: „Warum hast du mir das gekauft?“ Entstanden ist hier eine Sammlung von teilweise wirklich bizarren Geschenken, bei denen man sich in der Tat fragt, was im Kopf des Schenkenden vorgegangen ist. Fast ebenso lustig sind die zwischen Ironie und Verzweiflung schwankenden Kommentare der Beschenkten, doch auch als Galerie des Grauens zum Durchblättern bietet die Site Kurzweil für viele Stunden.

http://whydidyoubuymethat.com

Ohrenkuss … da rein, da raus

Ohrenkuss ... da rein, da raus

In Zeiten der Informationsflut ist es schwieriger denn je, etwas in den Köpfen der Menschen zu hinterlassen. Doch das außergewöhnliche Zeitschriftenprojekt „Ohrenkuss“ schafft dies mit einfacher Sprache und kompromissloser Energie. Eine Gruppe von Redakteuren mit dem Down-Syndrom arbeitet in diesem weltweit einzigartigen Konzept unter der Leitung der Humangenetikerin Dr. Katja Bragança und bringt alle 6 Monate eine Zeitschrift heraus. Den Autorinnen und Autoren wird hinsichtlich Inhalt und Form völlig freie Hand gelassen. So kann sich die Kreativität der Beteiligten unzensiert entfalten und beim Lesen der Beiträge erhält man überraschende Einblicke in deren Erlebniswelt. Es lohnt sich, die einzelnen Portraits auf der Website des Projektes anzuschauen und man findet auch die Themenschwerpunkte der vergangenen Ausgaben zum Durchlesen.

2008 machte „Ohrenkuss“ mit der Herausgabe eines ganz eigenen Wörterbuches Furore und erhielt hierfür sogar eine Auszeichnung beim Designpreis Nordrhein-Westfalen. Das 300 Seiten umfassende Buch feierte das 10jährige Bestehen der Redaktion und bietet von „A wie Affendame“ bis „Z wie Zeitumstellung“ eine Überblick über die besten Ohrenküsse wie zum Beispiel diesen von Svenja Giesler zu M wie Medizin: „Man muß aufpaßen und nicht mit medikamenten und Medizin herum spilen. Es sind doch keine bonbons es ist auch kein Getränk den wenn was passiert das hat gefährliche folgen man wird aber auch damit sterben“

http://www.ohrenkuss.de

Der Postillon

Der Postillon

Den täglichen Nachrichten-Irrsinn gekonnt aufs Korn nimmt „Der Postillon“, ein Online-Magazin, das sich voll und ganz der Satire verschrieben hat. Ob die erstaunliche Meldung, dass alle Griechen heimlich ihr Land verlassen haben, um vor ihren Gläubigern zu fliehen, oder die schockierende Enthüllung, dass zwei Praktikanten bei KIKA versehentlich „Bernd, das Brot“ gegessen haben: Alle Meldungen werden in genau dem süffisant-ernsthaften Stil präsentiert, der gute Satire ausmacht.

Schlagzeilen wie „Europa im Glück! Gigantischer Hurrikan wird Aschewolke wegblasen“ persiflieren gekonnt den Stil einer gewissen bundesweit erscheinenden Boulevardzeitung, und die Ideen für die Meldungen sind oft herrlich abgedreht.

„Der Postillon“ bietet ungetrübtes Lesevergnügen, das nicht nur im Layout bewusst altmodisch präsentiert wird, sondern sich in Konzeption und Aufbau auch wohltuend vom multimedialen Web-2.0-Geplänkel abhebt. Intelligent, witzig und bissig.

http://www.der-postillon.com

Die Surakinder: klassische Kinderlieder und mehr

Die Surakinder: klassische Kinderlieder und mehr

„Der Kuckuck und der Esel“, „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ oder „Hänschen klein“ – wer kennt nicht diese Kinderlieder? Aber so richtig an den Text erinnert man sich vielleicht auch nicht mehr. Da bieten die „Surakinder“ Abhilfe: Die private Initiative, die sich gleichermaßen an Kinder und Eltern richtet, begann ursprünglich mit 40 klassischen Kinderliedern, alle mit Bildern, Text und Gesang, sowie mit 20 „merkwürdigen Bühnenstücken aus dem Land ‚Irgendwo‘, jedes von seltsamer Musik begleitet“, wie es die Betreiber der Site ausdrücken. Hinzu sind in jüngerer Zeit noch die „Geschichten vom kleinen Hempelmann“ gekommen sowie Weihnachtsgeschichten.

Die klassischen Kinderlieder präsentieren sich auf der Website mit origineller Bebilderung und werden von zwei Sängerinnen und einem Sänger kunstvoll intoniert, während man parallel die Texte lesen kann. Das lädt zum Mitsingen ein oder auch einfach zum Zuhören und Lesen, wie man gerade will. Alle Geschichten werden vorgelesen und stammen aus der eigenen Erzählwerkstatt.

Insgesamt ist „Die Surakinder“ eine kleine Oase im Internet, eine Website, die beweist, dass ein gut gemachtes Angebot nicht immer zwingend mit kommerziellen Interessen und Werbung einhergehen muss. Die originelle, sehr intuitive Navigation und die liebevolle Gestaltung der Inhalte machen nicht nur Kindern Spaß, sondern allen, die das Liedgut ihrer Kindheit neu entdecken wollen.

http://www.surakinder.de