Sonya Hunter: Geography

Sonya Hunter: Geography„Geography“ von Sonya Hunter lebt von einem Unterton der Traurigkeit, der, sacht und gleitend wie der länger werdende Schatten einer Sonnenuhr, wenn der Tag sich zum Abend neigt, die Stimmung der Songs prägt. Es scheint oft, als ob Frauen Traurigkeit glaubhafter künstlerisch umsetzen können, als Teil ihres Realitätssinns, vielleicht weil sie sich der Wirklichkeit von Geburt und Tod, Werden und Vergehen bewusster sind.

In „Geography“ geht es ums Reisen, um den Zustand des Unterwegsseins. In wie flüchtig skizziert wirkenden Songs vorgetragene Impressionen des Mit- und Nebeneinanders verketten sich zu einem Reigen der Gefühle, in stiller Folk-Manier (fast nur) zur Wandergitarre vorgetragen. Emotives Hunting & Collecting. Schließlich wollen wir ja alle ins Wasser zurück. Uferlos.

Sonya Hunter: Geography
CD, 1993, Normal Records

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