Kategorie-Archiv: Zweiundvierzig

Strategische Rollenverteilungen

Wohl jeder kennt „Schiffe versenken“ aus seiner Schulzeit, ein Strategiespiel, das vor allem den Vorteil hat, dass zwei Bleistifte und ein wenig kariertes Papier zum Spielen ausreichen. Doch es gab auch immer wieder Luxusvarianten, wobei folgende schöne Version, die mir Udo zugeschickt hat, sozusagen dem Schiff den Boden heraushaut.

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Vater und Sohn haben Spaß.

Der Witz dieser undatierten, vom Stil her aber wohl aus den Fünfzigern oder frühen Sechzigern stammenden „Battleship“-Packung von MB offenbart sich erst in den liebevoll ausgeführten Hintergrunddetails der Zeichnung.

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Anke Engelke und Christoph Maria Herbst werben für BILDblog

bildblogwerbespot.jpgDas BILDblog habe ich hier und da schon lobend erwähnt, und mittlerweile ist das Weblog, das sich ganz darauf spezialisiert hat, „die kleinen Merkwürdigkeiten und das große Schlimme“ in der Bild tagtäglich anzuprangern, mit täglich rund 40.000 Besuchern zur nicht wegzudenkenden Institution in der Bloggerszene geworden. Nun macht das BILDblog Werbung, um einen noch größeren Bekanntheitsgrad zu gewinnen, und konnte hierfür nicht nur die renommierte Produktionsfirma Brainpool gewinnen, sondern auch Anke „Ladykracher“ Engelke und Christoph „Stromberg“ Maria Herbst sowie als Regisseur Tobi „Der Wixxer“ Baumann – alle Beteiligten verzichteten auf ihre Gage.

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Neue Wortliste auf korrekturen.de

Auf korrekturen.de habe ich die alte, noch aus den ersten Tagen der Rechtschreibreform stammende Wortliste endlich entsorgt und ein völlig neues Verzeichnis mit Neuschreibungen aufgebaut, alphabetisch sortiert und mit modernsten Algorithmen der Suchtechnik ausgestattet (OR-Verknüpfung ist möglich ;-)).

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„kennen lernen“ oder „kennenlernen“?

Eine Wortliste in dieser Form gibt es im Internet bislang noch nicht; die dreifache Sortierung nach Schreibungen bis 1996, 1996 bis 2004/2006 und seit 2006 bringt viele erhellende Einblicke nicht nur dahingehend, was heute anders ist, sondern auch, was heute wieder wie früher ist oder wo es erneute Änderungen gab.

Einige Merkmale:

  • Spezialisierung auf bekannte Zweifelsfälle (Zusammen-/Getrennt-/Klein-/Großschreibung
  • Beispiele aus der Praxis
  • wird laufend aktualisiert/erweitert
  • A-Z-Register und Volltextsuche
  • Eindeutige Empfehlungen bei Varianten

 

korrekturen.de — Wortliste zur neuen Rechtschreibung

Extra-Werbung für Frame bei Google-Bildsuche

google_bildsuche.jpgWer über die Google-Bildsuche recherchiert, bekommt bekanntlich, wenn er auf ein Bild klickt, die dazugehörige Webseite in einem Frame angezeigt – nicht gerade zum Gefallen der Webmaster und Blogbetreiber. Denn erfahrungsgemäß haben die Bildersuchenden kaum Interesse an der Seite, in die das Bild eingebunden ist, und verfälschen daher die Statistiken der täglichen Besucher teilweise erheblich. Im Echolog kann ich etwa nur ca. jedem fünften Besucher ein gewisses Interesse an meinen mit Herzblut geschriebenen Beiträgen unterstellen, alle anderen, also fast 80 Prozent, wollen nur schnöde Bilder abstauben.

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Verblüffend: Google-Bildersuche mit Gesichtserkennung

gesichtserkennung.jpgWährend die automatische Durchforstung von Texten und Erkennung von relevanten Textinhalten technisch vergleichsweise profan ist und als Grundlage für die Google-Werbeservices AdSense und AdWords dient, ist es bei Bildern schon etwas schwieriger, Inhalte auszumachen. Aber: Man arbeitet daran. Beziehungsweise, im Fall Google: Man kauft zu. Nämlich die Firma Neven Vision, die sich unter anderem auf die biometrische Gesichtserkennung in Bildern spezialisiert hat. Und, zugekauft, eingebaut, schon kann man in der Google-Bildersuche gezielt nach Gesichtern suchen.

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Die Riesenmaschiene (sic!) für Doofe

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Gibt man das Wort „Maschine“ bei Google ein, erhält man derzeit 2.950.000 Treffer, bei der Doofvariante „Maschiene“ erhält man zunächst ein freundliches Nachhaken von Google, ob man nicht doch vielleicht „Maschine“ gemeint habe, und darunter immerhin 133.000 Treffer. Akzeptiert man die Suchtrefferhäufigkeit als Maßstab, ergibt dies eine Fehlerquote von 4,3 Prozent, was die Schreibweise als beliebten Fehler adelt – und für die Zentrale Intelligenz Agentur Grund genug ist, von ihrer hochgelobten Riesenmaschine eine Version für Doofe anzulegen: die Riesenmaschiene mit gleichen Inhalten, aber der Zielgruppe angepasster Orthografie. Herrlich!

Künstler im Google-Logo

dennis_hwang.gifDen heutigen Geburtstag von Edvard Munch hat bereits die Kulturtussi adäquat gewürdigt; hingegen will ich diesen Anlass nutzen, einmal auf das Schaffen von Dennis Hwang aufmerksam zu machen, der für zahlreiche der speziellen Google-Logos verantwortlich zeichnet, welche an besonderen Feiertagen, Jubiläen und Gedenktagen das Standardlogo ersetzen. Mit teils sehr reduzierten Mitteln gelingt es ihm immer wieder, hohen Wiedererkennungswert mit Originalität zu vereinen; mal ist das Google-Logo stark verfremdet, dann wieder ist die Sprache des Künstlers ganz dem Formalismus der sechs Buchstaben untergeordnet.

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openBC heißt jetzt Twix

… äh, nein, XING. Dennoch ein Rückschritt. Unser aller liebste Wir-fühlen-uns-so-wichtig-Plattform erstrahlt nicht nur in einem neuen Design, das mit vielen Weißflächen nach einer Sonnenbrille schreit, sondern hat sich im Zuge der Trademarkisierung einen Namen zugelegt, der noch kryptischer als der alte ist. Gerade hatten wir in investigativer Recherche herausgefunden, dass OpenBC für Open Business Club steht, wobei gerade das „Open“ angenehme Community-Assoziationen weckte. Und XING?

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openBC ist jetzt Sting.

XING stehe, so erfahren wir von Unternehmensgründer Lars Hinrichs, etwa im Chinesischen für die optimistische „Can-do“-Einstellung und für „Begegnungen“, und die Umbenennung sei notwendig gewesen, weil man einen Namen gebraucht hätte, der in 16 Sprachen der Welt verstanden wird. Nun ja. Immerhin verstehen jetzt die Chinesen den Namen, dass die mit „open“ wenig anfangen können, ist ja klar. Ich bin natürlich für die sofortige Rückbenennung von „XING“ zu „openBC“, außerdem soll Twix wieder Raider heißen, Coral wieder Korall, Dextro Energy wieder Dextro Energen und Bresso wieder Bressot.

TV Spielfilm: Das große Filmlexikon

tv_spielfilm_filmlexikon.jpgAls die TV Spielfilm aus der Verlagsgruppe Milchstraße Anfang der 90er Jahre erstmals auf dem Markt erschien, definierte sie den Markt der Fernsehzeitschriften, der bislang durch eher biedere Printprodukte wie Hörzu oder Gong charakterisiert war, gänzlich neu. Das Konzept, das auf einen 14-täglichen Erscheinungsrhythmus und auf einen redaktionellen deutlichen Schwerpunkt auf Spielfilme setzte, war von der ersten Minute an erfolgreich und wurde schnell von anderen Verlagen kopiert.

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