Der kleine Kolonialwarenladen

Der kleine Kolonialwarenladen

Mythos Socken: Woher kommen sie, und wohin gehen sie? Zumindest die zweite Frage ist unterdessen wissenschaftlich hinreichend erforscht: Die Waschmaschine frisst sie, und zwar bevorzugt einzeln. Diesem Problem kann „Der kleine Kolonialwarenladen“zwar nicht abhelfen, aber immerhin können Sie hier einzelne Socken bestellen und so die Sockenpaare wieder vervollständigen. Und auch die Lebensmittelabteilung zeichnet sich zwar nicht durch ein übertrieben großes Sortiment aus, dafür aber durch clevere Produkte: Sie können hier 1 Glas Wasser bestellen, das norwegische Bier „HögörögÖl“ oder ein Butterbrot mit Käse – für Diabetiker wahlweise auch ohne Butter und ohne Käse erhältlich.

Spätestens wenn Sie im Bereich „Lifestyle“ auf den Artikel „Heiße Luft“ stoßen oder im Bereich „Erotik“ erfahren, dass Sie dort gebrauchte, aber frisch gewaschene Höschen erwerben können, dürfte in Ihnen eine Ahnung wachsen, dass das ganze Angebot nicht allzu ernst gemeint sein kann. In der Tat ist hier der „Deutschen Handelsgesellschaft“ eine sehr vergnügliche Parodie auf die teils wirklich bizarren Auswüchse des Online-Shoppings gelungen. Ein trendweisender Shop in sympathischem 50er-Jahre-Design, der die Grenzen des E-Commerce drastisch deutlich macht.

http://www.kolonialwarenladen.de

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