Das Hanebüchlein – Geschichten mit Hängen und Würgen

Das Hanebüchlein - Geschichten mit Hängen und Würgen

„Geschichten mit Hängen und Würgen“, preist sich das Hanebüchlein reißerisch an, was mit dem eher zurückgenommenen Untertitel „Literatur und Lebenshilfe“ sicher nicht 100%ig im synergetischen Einklang steht. Zusammengenommen treffen diese beiden Aussagen aber ganz gut den Kern dieses Literaturportals, welches in wohltuender Lockerheit Tiefgründigkeit und Unterhaltung vermählt. „Wichtig ist lediglich“, heißt es in den Veröffentlichungsrichtlinien der Redaktion, „dass die Texte, so unterschiedlich sie sein mögen, beim Lesen als erzählerische Einheit bestehen können, dass sie diese merkwürdige Sogwirkung entwickeln können, die handwerklich gute Literatur ausmacht und den Leser vom Anfang bis zum Ende trägt.“

Entsprechend findet sich hier eine von Bonner Studenten sehr geschmackssicher zusammengetragene Sammlung wild durchmischter Kurzprosa, in so nett benannten Rubriken wie „Räuberpistolen“ und „Liebesgeschwüre“ abgelegt, sehr empfehlenswert sind auch die satirischen Periodika wie die Krankenhaus-Soap „Dr. Jeckel und Schwester Heide“ oder die unter „Ex cathedra“ zu findenden Essays, die von Alltagsplagen bis hin zu Killerhandys alles abhandeln, was den Autoren so gerade in den Sinn kommt. Besonderer Tipp: der Kummerkasten mit Frau Dr. deb. Friedel Famosa.

http://www.hanebuechlein.de

Kommentar verfassen