Abgespeist – denn Etiketten lügen wie gedruckt

Abgespeist – denn Etiketten lügen wie gedruckt

„75 % Kakao in der Schokolade“, wirbt Dr. Oetker für seinen neuen Edelpudding „Pur Choc“. Hinterfragt man die Sache allerdings kritisch, stellt man schnell fest, dass der Pudding nur 2,5 % von ebendieser Schokolade enthält, so dass der Kakaoanteil auf 1,875 % zusammenschnurrt. Doch auch andere Hersteller versprechen auf der Verpackung oft mehr, als der Inhalt einlösen kann – so weist das „Pesto Verde“ von Bertolli die typischen hochwertigen Pesto-Zutaten italienischer Käse, Pinienkerne und Olivenöl nur in homöopathischen Dosen auf; ersatzweise gibt es Kartoffelflocken, Aromastoffe und Säuerungsmittel.

Die lobenswerte Initiative „Abgespeist“ wendet sich gegen Werbelügen und Etikettenschwindel. Ins Leben gerufen wurde sie von foodwatch, einem gemeinnützigen Verein, der sich den Verbraucherschutz auf die Fahnen geschrieben hat. „Abgespeist“ greift besonders krasse Einzelfälle heraus, wobei die „dreisteste Werbelüge des Jahres“ mit dem „Goldenen Windbeutel“ bedacht wird. 2009 ging dieser an Danone für die Vermarktung ihres „Actimel“-Joghurts; laut foodwatch ein „großes probiotisches Märchen“.

Witzig schließlich auch die Aktion „DSDZ – Deutschland sucht die größte Zuckerbombe“, die speziell Kinderprodukte ins Visier nehmen, welche mit hohem Milchanteil werben, ihren noch höheren Zuckeranteil jedoch diskret verschweigen. Insgesamt eine aufschlussreiche Website, die man häufiger zurate ziehen sollte.

http://www.abgespeist.de

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