Die Menschen hinter den Autos

Versuchsmotor 1876
Versuchsmotor von Nicolaus August Otto 1876.

Die Erfindung und Weiterentwicklung des Automobils hat das 20. Jahrhundert maßgeblich geprägt. Das Echolog stellt die Erfinder, Konstrukteure und Designer vor, ohne deren hohes persönliches Engagement entscheidende Entwicklungen nicht möglich gewesen wären.


Carl BenzDie Meinungen, wer das Auto erfunden hat, gehen auseinander – und natürlich will auch jedes Land gerne diesen Ruhm für sich beanspruchen. Und tatsächlich gab es frühe Pioniere wie etwa den Franzosen Nicolas Joseph Cugnot, der bereits 1769 ein dampfgetriebenes Ungetüm vorstellte, welches bei einer Probefahrt wohl auch den ersten Verkehrsunfall der Automobilgeschichte verursachte. Letztlich war es aber Carl Benz, der gemeinsam mit Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach im Jahr 1886 durch seine Erfindung die Initialzündung für die allgemeine Motorisierung gab.

Gottlieb DaimlerGottlieb Daimler baute als technischer Direktor der Gasmotorenfabrik Deutz (1872 – 1882) mit Wilhelm Maybach den ersten 100-PS-Gasmotor und 1883 in Cannstatt in eigener Werkstatt einen Verbrennungsmotor, der 1885 im ersten Motorrad, 1886 im ersten Auto erprobt wurde. Er gründete 1890 die Daimler-Motoren-Gesellschaft in Cannstatt (seit 1904 in Untertürkheim), die mit ihren Mercedes-Wagen (seit 1900) große Rennerfolge erzielte und sich zu einer Weltfirma entwickelte.

Nicolaus August OttoBei der Entwicklung des Automobils griff ein Rädchen ins andere, und eine Erfindung ergänzte die die andere. Maßgeblich zum Durchbruch des neuen Beförderungsmittels hat auch Nicolaus August Otto beigetragen, der das noch heute gültige Prinzip des Viertaktmotors erfand. Durch die vier Takte Ansaugen, Verdichten, Arbeiten und Ausschieben arbeitete der Motor wesentlich effizienter und laufruhiger als der Zweitaktmotor. Den Schritt zum Fahrzeugmotor sollte Nikolaus August Otto jedoch nicht mehr miterleben: Er starb hochgeachtet am 26. Januar 1891 in Köln infolge von Herzversagen.

Rudolf DieselDer Ingenieur Rudolf Diesel, am 18. März 1858 in Paris als Sohn eines emigrierten deutschen Lederarbeiters geboren, war bei der Suche nach einem Motor ohne eigene Zündanlage zum ersten Mal 1892 mit einem Patent erfolgreich. Die in thermischer Hinsicht bislang effizienteste Durchführung einer Wärmekraftmaschine war nach einigen Änderungen Basis für Hochleistungsmotoren von Schiffen, Bussen, Traktoren und anderen landwirtschaftlichen Maschinen. Erst in den letzten Jahren ist es gelungen, die Erfindung Rudolf Diesels wirklich effizient im Automobilbau zu nutzen: Heute gelten selbst in Luxuslimousinen leistungsstarke Dieselaggregate als die bessere Wahl.

Henry FordWeniger für die Erfindung als für die Verbreitung des Automobils steht der Name Henry Ford: 1903 gründete er die „Ford Motor Company“ und baute ab 1908 das Ford Model T, welches als „Tin Lizzy“ legendär geworden ist und sich insgesamt ca. 16 Millionen Mal verkaufte. Ford, der auch die Fließbandproduktion einführte, galt als sozialer Reformator, der seinen Arbeitern höhere Löhne bei geringerer Arbeitszeit zahlte. Er schrieb mehrere Bücher und stellte den Großteil seines Vermögens gemeinnützigen Stiftungen zur Verfügung.

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